Buchempfehlung / Book recommendation


Angaben aus der Verlagsmeldung

Die Kunstgeschichte ergänzen: Buntmetall und elektrische Glühbirnen: Die Kirchenausstattung der Donaufelder Kirche im Zeichen des Wiener Secessionismus / von Martina Griesser-Stermscheg Wien; Köln; Weimar 2009.

Die weitgehend unbekannte Donaufelder Kirche in Wien-Floridsdorf, deren Bau 1905-14 im größten Industrieviertel Wiens als Manifest zum kirchlich-politischen Ordnungswillen in einer explosionsartig wachsenden Arbeitergemeinde gilt, steht im Zentrum.

. Die Abhängigkeit zum Standort und zur Zielgruppe bestimmte die Gestaltung, die “semi-industriell” gefertigte Ausstattung arbeitet mit der Faszination an neuen Technologien und Materialien: Zum Einsatz kamen Buntmetall-Legierungen in der Kunstform der getriebenen Blech-Skulptur sowie elektrische Beleuchtung als neuartiges gestalterisches Ausdrucksmittel der Jahrhundertwende. Die Arbeit steht im engen Zusammenhang mit der Restaurierung der Metallausstattung sowie der Rekonstruktion der historischen Lichtsituation der Wiener Jugendstil-Kirche.

Auszug aus dem INHALT

2. DIE AUSSTATTUNG DER DONAUFELDER KIRCHE . 35

 

2.1 Die liturgische Ausstattung aus Metall 35 — Hochaltar und Seitenaltäre 38 — Die

Kanzel 48 — Die Leuchter und das Beleuchtungskonzept 52

2.2 Buntmetall als Farbkonzept 81 — Patina oder Patinierung 83

2.3 Konservatorische Zustandsanalyse zum Metallbestand 87 — Metallurgie, Korrosion

und Klima-Historie 87 – Konservierung, Restaurierung und Pflege 91

 

3. D I E KÜNSTLER UND HANDWERKER

DER DONAUFELDER KIRCHENAUSSTATTUNG 95

3.1 Die Bildhauer Edmund Klotz, Artur Kaan und Alexander Illitsch 95 — Edmund

Hellmer, die Bildhauerei und die Blech-Skulptur 103 — Der Ziseleur-Bildhauer Nikolaus

Stadler 106

3.2 Kirchenwarenerzeuger zwischen Industrie, Kirche und Kunstgewerbe 109 – Industrialisierung

und kleingewerbliche Gegenstrategien 109 — Das Museum für Kunst und

Industrie und die Reform des Kunstgewerbes 112 — Die Kunstgewerbeschule und die

Schulen für Gürtler und Ziseleure 114 – Der Kirchenwarenerzeuger Franz Pawlas 121

— Andere beteiligte Handwerker und Gewerbebetriebe 123

 

4. ASPEKTE DER MODERNE IN DER

DONAUFELDER KIRCHENAUSSTATTUNG 127

4.1 Christliche Kunst und „Wiener Moderne” 127 – Die Ausstellung für kirchliche Kunst

(1912) 129 – Auf der Suche nach dem „modernen Altar” 131 – Der „moderne Altar” im

Sezessionismus 136 – Die Donaufelder Altäre auf dem Weg zur Moderne 138

 

4.2 „Elektrische Kunst” und Theologie 142 – Die Elektrifizierung Wiens 142 – Illumination,

Lichtzauberei und „Glühbirnen-Kunst” 146 – „Strom-Theologie” und die

Leuchtkörper der Donaufelder Kirche 153

 

In dieser ungewöhnlichen Betrachtung, in der gleichermaßen die Entstehung der liturgischen Ausstattung, deren Materialien und ihre Symbolik sowie ihre Restaurierung beleuchtet werden, gibt es nicht nur Ausführungen zum Licht- und Beleuchtungskonzept dieser Kirche, sondern vor allem ein höchst lesens- und vor allem bedenkenswertes Kapitel zum Thema „Elektrische Kunst” und Theologie. Allen an Licht und Kronleuchtern Interessierten kann ich dieses Buch nur sehr ans Herz legen! Es füllt eine Lücke in der Literatur zur Symbolik des elektrischen Lichtes!

 

Dr. Käthe Klappenbach

Wissenschaftliche Beraterin Light&Glass


 

 

 

 

 

 

 

 

 


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